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CLUB ALPHA 60 e.V.
Soziokulturelles Zentrum Schwäbisch Hall

Club Alpha 60 e.V.


seit 1966 selbstverwaltet, unkommerziell, kapitalismuskritisch & unbequem


Sonstiges

Freitag, 3. Februar 2023


Kleidertausch-Party



Beginn: 19:00 Uhr

Mit Musik (DJ’s).

Live-Musik • Post-Hardcore/Rock, Pop-Punk, Alternative Rock

Samstag, 4. Februar 2023


RUSTIQUE - BACKYARD STEPS - BLACKTORY



Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 6,- / 9,- Euro

 

Die Stuttgarter Band RUSTIQUE ist eine laute Band, scheut sich jedoch nicht davor, auch ruhigen Momenten Raum zu geben. Musikalisch finden sich klassische Post-Hardcore Versatzstücke, Post-Rock Einflüsse sowie progressive Elemente. Emotionen spielen sowohl textlich als auch musikalisch eine übergeordnete Rolle.

Die Treppe in den Hinterhof - Namensgeber für die Schwäbisch Haller Band BACKYARD STEPS. Getreu dem Motto “laut sein und ausprobieren” werden hier nicht nur Cover gerockt, sondern vor allem Eigenkreationen geschaffen. Von handgemachtem Pop-Punk über eine breite Palette an Coversongs bringen die Jungs die Köpfe der Zuhörenden zum Nicken!

BLACKTORY verkörpern das, was man als Liveband bezeichnet – roh, emotionsgeladen und sich für keine Bühne zu schade. Die Koffer sind immer gepackt, der Club ist das zweite Zuhause und der Schweiß in der Luft Grund genug für die schlaflose Nacht. Aufgewachsen mit Vinylplatten und Kassetten, hauchen Blacktory ihren Röhrenverstärkern einen frischen, vom Rock’n’roll inspirierten Sound ein, ohne sich den Möglichkeiten moderner Technik zu verschließen.

Wortveranstaltung

Donnerstag, 9. Februar 2023


Deutsche Berichterstattung in Kriegszeiten "Die Wahrheit stirbt zuerst" - Internationale Sicht auf den Ukrainekrieg



Beginn: 20:00 Uhr

Vortragsabend und gemeinsame Diskussion mit Roberto Sánchez, langjähriger Journalist und Redaktionsleiter beim Südwestrundfunk (SWR) und bei ARTE.

Wenn man den Verlautbarungen der Bundesregierung und den Berichterstattungen im Rundfunk, im Fernsehen und in den großen deutschen Tageszeitungen folgt, scheint nach dem völkerrechtswidrigen russischen Einmarsch in die Ukraine alles klar zu sein. Russland trägt hierfür die alleinige Verantwortung und muss nun, wie es die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock formuliert, ruiniert werden. Um Russland militärisch zu bezwingen, werden von Deutschland und den anderen NATO-Staaten immer mehr und immer schwerere Waffen geliefert, eine Verhandlungslösung wird ausgeschlossen.

Die massive Aufrüstung der Bundeswehr mit dem “100-Milliarden-Aufrüstungsprogramm” verbunden mit dauerhaften Rüstungsausgaben mindestens in Höhe von 2% des Bruttoinlandsproduktes wird als direkte Folge des Krieges und als alternativlos dargestellt sowie kaum hinterfragt.

Doch ist es wirklich so, dass der russische Einmarsch keine Vorgeschichte hatte? Welche Interessen haben Russland auf der einen Seite und die NATO-Staaten mit der Ukraine auf der anderen Seite? Warum soll es nicht möglich sein, schnellstmöglich den Krieg auf dem Verhandlungsweg zu beenden, auch um den Tod von immer mehr Menschen zu verhindern?

Roberto Sanchez erhielt 2001 mit seinem Team für die Auslandsreportagereihe “Teleglobus” des SWR den “Eine-Welt-Preis” in der Kategorie Medien. Er spricht mehrere Sprachen und verfolgt noch heute auf internationaler Ebene die medialen Berichterstattungen und die Erklärungen von Politiker:innen und den großen Thinktanks, auch zum Ukraine Krieg und seiner Vorgeschichte.

Er wird berichten über die mittel- und langfristigen strategischen Überlegungen der gesellschaftlichen Eliten, über die internationale mediale Berichterstattung und Einschätzung des Ukraine-Krieges vor allem im globalen Süden und darüber, welche Vorschläge es weltweit für ein schnelles Ende des Krieges und das Leiden der Menschen gibt.

Live-Musik • Indie-Rock // Trash-Metal

Samstag, 11. Februar 2023


Bassket & Vicious Brewery



Beginn: 20:30 Uhr
Eintritt: 5.- / 8.- Euro

Unter dem Motto Junger Rock geben an diesem Abend zwei frische und fetzige Bands aus dem Haller Raum ihr Debut im Club Alpha 60:

Da ist zum einen das Rockquartett „bassket“ das jungen Indie-Rock auf die Bühne des Clubs bringt.

Mit Anne-Sophie Bergmann(Baß;Gesang), Elena von Loe (Schlagzeug,Keyboard und Cello), Jakob Kößler (Gitarre und Schlagzeug) und Leif Jäschke (Gitarre und Schlagzeug).

Neben ausgewählten Covern spielt die Kellerband in ihrem Debüt-Programm vor allem Songs aus eigener Fertigung.

Die zweite Gruppe des Abends Vicious Brewery ist ein junges, 2019 in Schwäbisch Hall gegründetes Dreigestirn, bestehend aus ehemaligen Schulfreunden mit Kym hinter den Drums, Jan am Bass und Struwi an der Klampfe und Gesang.

Sie spielen rauen, rumpelnden und kompromisslosen Trash Metal. Textlich behandeln sie alles zwischen gesellschaftlichen Missständen bis zu Horrorfilmen.

Konserven-Musik • Reggae, Dub

Samstag, 25. Februar 2023


INNA BASS - Club Session



Beginn: 21:00 Uhr
Eintritt: 4,- / 6,- Euro

INNA BASS… ist Bassmassage, ist Reggae, ist Dub, ist Soundsystem Kultur - in Schwäbisch Hall. Das “Love Dem Soundsystem” trifft auf drei Reggae Lovers an den Decks.

“Spicy Riddim” bringt euch cremig, würzigen Offbeat Sound. An diesem Abend sicher mit einem rollenden Reggae Set für alle Tanzlustigen.

“Alin Dread” verzaubert mit seinem selbst produzierten Dub. Live performed und direkt an den Samplern, Pads und Reglern mixt er Dub Vibes die ins Ohr und die Beine gehen.

“Lion Paw Selecta”, strictly Vinyl! Mit Reggae, Dub und Steppas auf den Plattentellern und seinem feinen Gespür für das Publikum bewegt er seit über 20 Jahren die Dances in Stuttyard und dem deutschsprachigen Raum. Lion Paw liefert im Club Alpha die finale Bassmassage für die Seele.

Blessed Love INNA BASS.

Live-Musik

Samstag, 4. März 2023


Dollmatcher



Beginn: 20:30 Uhr
Eintritt: 7.- / 10.- Euro

Dollmatcher

Für ihren Live-Sound schöpfen Dollmatcher aus der altehrwürdigen
Schatztruhe des Jazz und veredeln ihre Eigenkompositionen mit
psychedelischem, progressivem und mitunter auch hartem Rock. Die
mitreißende Intensität des Funk zählt ebenso zu den
Inspirationsquellen des Quartetts, das über ein Jahrzehnt
Live-Erfahrung in der Region (u.a. Ulmer Zelt, Ehinger Jazztage,
Jazzclub Tübingen) für sich verbuchen kann. Komplexe, aber
schnörkellose Rhythmik bildet das Fundament für melodiöse und
sphärische Ausflüge von Gitarre, Bouzouki, Harp und Lap Steel.

Die früher rein instrumentalen Stücke von Dollmatcher werden nun von
bluesigem Gesang verfeinert. Die vier Musiker haben die coronabedingten
Zwangspausen fürs Komponieren und Arrangieren genutzt, sodass auch
langjährige Konzertbesucher einige Überraschungen erwarten.

Wortveranstaltung

Donnerstag, 9. März 2023


Im Rüstungswahn - Deutschlands Zeitenwende zu Aufrüstung und Militarisierung



Beginn: 20:00 Uhr

Vortrag mit Jürgen Wagner, IMI Tübingen

Die Bundesregierung hat das größte Aufrüstungsprogramm seit Jahrzehnten vom Zaun gebrochen.

Diese »Zeitenwende« (Olaf Scholz) wurde schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine von langer Hand vorbereitet: Politisch durch immer offener artikulierte Großmachtansprüche; militärisch durch einen Umbau der Bundeswehr, bei dem die Bildung von Großverbänden im Zentrum steht; und industriell durch die »Agenda Rüstung«, die auf die massive Stärkung der Waffenindustrie abzielt.

Unterfüttert mit zusätzlichen 100 Mrd. Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre droht ein massiver Militarisierungsschub. Geht es nach interessierten Kreisen in Politik, Militär und Wirtschaft, soll dieses »Sondervermögen« (sprich: Schulden) nach 2026 »verstetigt« - also auf diesem hohen Niveau zementiert werden, weshalb die Friedens- und Antikriegsbewegung jetzt schon damit beginnen muss, sich auf die ins Haus stehende Debatte vorzubereiten.

Veranstalter: Ak Programm, Friedensnetz

Konserven-Musik

Samstag, 11. März 2023


FOREVER YOUNG - Tanzabend für die reifere Jugend



Beginn: 20:00 Uhr

Live-Musik • Garagenrock

Samstag, 18. März 2023


Achtung Spitfire Schnell Schnell



Beginn: 21:00 Uhr
Eintritt: 5,- / 8,- Euro

Achtung Spitfire Schnell Schnell

Achtung Spitfire Schnell Schnell sind wieder da!
Nach der Pause, in der sie ihr Debut-Album fertiggestellt und
veröffentlicht haben, sind sie jetzt wieder auf der Bühne mit allem, was
sie seit 19Jahren auszeichnet.
Wilder Orgel-Beat am Anschlag, überdrehter Sixties-Soul ,
schnörkelloser Garage-Punk, ungehobelter Rock’n Roll mit Sprenklern
von Indie. Live voller Einsatz bis zur Atemnot und das alles so
tanzbar, daß garantiert kein Bein still und kein Shirt trocken bleibt.

Live-Musik • Hardrock

Samstag, 1. April 2023


The Dirty Denims



Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr
Eintritt: 10,- / 15,- Euro

 

The Dirty Denims spielen Happy Hardrock: Hardrock mit Gute-Laune-Garantie. Kombiniert mit Rock ‘n Roll, Powerpop und einer Prise Punkrock klingen sie nach AC/DC, Joan Jett, Ramones und The Donnas. Live sind diese Rockchicks und -jungs in ihrem Element: die energiegeladene Show einer Band, die Spaß auf der Bühne hat, ihr Publikum mitnimmt und sich selbst nicht so ernst nimmt.

Das niederländische Festival Lowlands beschreibt ihre Musik als tighten Punk- und Hardrock inspiriert von den Ramones und AC/DC. Frontfrau Mirjam liefert dazu eine einprägsame Stimme, die an Joan Jett und Debbie Harry erinnert. Mit ihren eingängigen Songs und ihrer mitreißenden Energie will man im Publikum die Faust in die Luft recken und laut „YEAH!“ schreien.

The Dirty Denims haben große Festival wie Lowlands, Rockin‘ Park, Zwarte Cross und Bospop gespielt und Slash, Whitesnake, Golden Earring, Cheap Trick, Steel Panther und Thundermother supportet. Ihr Song „24-7-365“ lief in den Niederlanden landesweit in allen großen Radiostationen. Außerdem wurde der Song in zwei internationalen Comedy Central-Kampagnen verwendet. Ihr Song „Back With A Bang!“ wurde auf einer Compilation-CD des Classic Rock Magazine UK (Auflage ca. 70.000 weltweit) gefeaturt. 2022 spielte die Band eine Show für den deutschen WDR Rockpalast.

Mirjam Sieben – Vocal/guitar/organ

Jeroen Teunis – Guitar/vocals

Sebastiaan Verhoeven – Bass/vocals

Suzanne Driessen – Drums/vocals

Hörbeispiel: https://www.youtube.com/watch?v=VDfrjGCODBQ

https://thedirtydenims.nl/

Wortveranstaltung

Freitag, 14. April 2023


Frühlings-Slam



Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 6,- / 8,- Euro

Das Line-Up wird noch bekannt gegeben.

Live-Musik

Sonntag, 30. April 2023


MoG Collectiv (Musiker ohne Grenzen)



Beginn: 20:30 Uhr

MoG Collectiv (Musiker ohne Grenzen)

Live-Musik • Tango und mehr

Freitag, 22. September 2023


Duo Leroi / Herzer



Beginn: 20:30 Uhr
Eintritt: 10,- / 15,- Euro

Duo Leroi / Herzer

Leroi-Herzer / Deux Nous

 

 

“Ich kam per Zufall so gegen Mitternacht in das Restaurant unten am Fluß. Das Licht schien gedimmt und die Leute saßen dicht an dicht, ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine kleine Bühne in einer Ecke gerichtet, auf der zwei Männer konzentriert Musik machten: Ich hörte einen unendlich langezogenen Akkordeon-Ton, der sich weit in den Raum reckte, um sich urplötzlich in eine perlende Kaskade stürzender Triolen aufzulösen, die auf einem soliden Kontrabass Untergrund entlang zu kullern schienen. Auf einem kleinen Parkett vor der Bühne tanzte ein inniges Paar Tango. Es war Liebe und ihre Unmöglichkeit in einem Moment. Und es war das erste Mal, dass ich Leroi-Herzer gesehen habe - und Tango verstanden habe.”

 

Dem Status der Folklore längst entwachsen ist Tango zu einer universellen Sprache geworden: Kein einbalsamiertes Kulturerbe, sondern lebendige Weltkultur. Die Empfindung, die der Tango heute thematisiert, wohnt nicht mehr nur in den Auswandererquartieren der Metropole Buenos Aires, sondern überall. In einer allenthalben fröstelnden, auf Effizienz gebürsteten Welt ist der Tango zum globalen Idiom der Sehnsucht-wonach-auch-immer gereift: Die Heimat, die Liebe, die Träume, etwas, das man nicht genau benennen kann - wo ist da noch der Unterschied? Wir alle sind irgendwie in der Fremde.

 

Das zeigen nicht nur die, die ihn spielen, sondern Millionen von Hörern und vor allem die Tänzer, die rund um den Erdball in Tango-Schulen, -Clubs und -Bars die strenge und doch leidenschaftliche Choreografie der Klage zelebrieren: Statt Melancholie sehenden Auges ins Pathologische driften zu lassen, nimmt sie der Tango an die Hand, umarmt sie und tanzt mit ihr. Tango nimmt die Traurigkeit des Herzens an und feiert sie als lebendigen Bestandteil unseres Daseins.

 

Leroi und Herzer haben die Mission des Tangos verinnerlicht: In zahllosen Konzerten und zwei CDs haben sie den Tango in seiner reinen und traditionellen Form gespielt, studiert, durchdrungen und geatmet. Und so sind sie von virtuosen Interpreten des Genres zu sensiblen Komponisten gereift, die jetzt mit ihrem dritten Album “Deux Nous” ihre eigene Stimme erheben - mit elf Eigenkompositionen, die variantenreich, überraschend und oft auch augenzwinkernd die vielfältigen Abzweigungen des Tango-Stammbaums durchspielen: Vom Tango Clásico bis zum als “Far West” klassifizierten “Django’s Tango”, vom Finnischen Tango bis zu den launischen Tango-Cousinen Vals und Milonga.

 

Auf der CD schon das reine Vergnügen und sicherlich bald fester Bestandteil der gepflegten Tango-Playlist von Fans, Schulen und Veranstaltungen, eröffnet sich live eine weitere Dimension: Mittlerweile gereifte Männer, die das Leben in all seinen Facetten kennen, präsentieren

Leroi-Herzer mit ihren Konzerten eine wunderbare Mixtur aus Klassikern und Eigenkompositionen, aus Freude, Trost und Lebensklugheit in musikalischer Form - übrigens auch begleitet von unübertroffen lakonischen Kommentaren zur Geschichte der einzelnen Stücke.

Ja, das Leben ist traurig, aber so traurig nun auch wieder nicht.

 

 

Leroi-Herzer:

Laurent Leroi, Akkordeon

Michael Herzer, Kontrabass

Club-News


Fußball-WM in Katar Boykott

Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft – Wir sind dabei!

Der club alpha 60 e.V. boykottiert die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Es werden keine Spiele in unseren Räumlichkeiten ausgestrahlt!

Warum sollte grundsätzlich die Fußballweltmeisterschaft boykottiert werden?

Nicht erst seit Katar herrschen korrupte, menschenrechtsfeindliche, nicht unterstützenswerte Zustände während den Fußballweltmeisterschaften.

Die FIFA ist durchzogen von Korruptionsskandalen. Funktionär:innen lassen sich mit hohen Geldsummen bestechen, um für ein bestimmtes Austragungsland zu stimmen, Spielern und Spielervermittler:innen sowie allen Beteiligten am Spiel ist es verboten, sich negativ über die FIFA zu äußern. Sie müssen dann mit einer hohen Geldstrafe und langen Spielsperren rechnen.

Auch Greenwashing wird sehr gerne während der Fußball-WM betrieben: Schmückt man sich mit klimaneutralen Zertifikaten, werden trotzdem massenhaft Wälder gerodet, um neue Fußballstadien und Hotels eigens für die WM zu bauen. Spieler und jegliches anderes Personal, Besucher:innen, Politiker:innen und viele mehr fliegen für Spiele in entsprechende Länder.

Die Pressefreiheit wird zu Teilen auch eingeschränkt – zum Beispiel wurde in Brasilien von der FIFA verwehrt, den Flitzer während eines Spieles in der Übertragung zu zeigen. Russland verweigerte einem ARD-Journalisten die Einreise, der kurz vorher Dopingfälle der russischen Mannschaft aufgedeckt hatte.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist der aufkommende Patriotismus/Nationalismus – oder auch „Partypatriotismus“. Oft wird argumentiert, dass der Fußball die Menschen zusammenbringt. Jedoch tut er auch genau das Gegenteil: Die Überlegenheit der eigenen Nation wird zelebriert, bei einer Niederlage der Nation werden fremdenfeindliche Klischees gegenüber der anderen Nation ausgepackt. Nationalist:innen nutzen diese Zeit aus, um ihr Gedankengut unauffällig zu verbreiten und auszuleben. Studien belegen, dass während Weltmeisterschaften die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit steigt.

Menschenrechte werden in bestimmten Austragungsländern auch mit Füßen getreten – in Südafrika wurde Menschenhandel mit jungen Mädchen betrieben, in Brasilien wurden Menschen enteignet und umgesiedelt, um nur viel zu wenige Beispiele zu nennen. In Russland hat man verhindert, dass Amnesty International Kontakt mit den Bauarbeiter:innen aufnehmen konnte.

Warum soll besonders die WM in Katar boykottiert werden?

In Katar herrscht eine Familiendynastie, eine Erbmonarchie. Eine klare Gewaltenteilung existiert nicht. Wer Kritik an der Politik im Land äußert, muss mit sehr hohen Haftstrafen rechnen.

Das bevormundende Patriarchat schränkt Frauen massiv in ihren Grundrechten ein – unter anderem bei Heirat, Arbeit, Studium und Reisen werden diese laut einem Bericht des Human Rights Watch von 2021 stark diskriminiert.

Für LGBTQIA+-Menschen ist der Golfstaat laut Gay Travel Index eines der gefährlichsten Reiseländer der Welt – die Todesstrafe wäre unter bestimmten Bedingungen möglich. Queere Menschen können sich dort nicht outen, sie müssen in ständiger Angst vor massiven strafrechtlichen Konsequenzen leben.

Tausende Arbeiter:innen, besonders Gastarbeiter:innen, wurden unter menschenverachtenden Zuständen angestellt. Sie haben deutlich weniger Lohn erhalten, als ihnen zugesagt wurde; sie sind in viel zu kleinen, engen Arbeitslagern untergebracht und müssen in bis zu 50 Grad ohne Schatten mit wenigen oder auch keinen Pausen durcharbeiten. Die Arbeitgebenden können ihnen sogar die Ausreise verwehren. Es sollen tausende Arbeiter:innen auf den Baustellen ums Leben gekommen sein.

Katar weiß sich zu helfen, um dafür zu sorgen, dass nichts Negatives an‘s Licht kommt – Pressevertreter:innen müssen vor ihrer Einreise eine Liste mit Bedingungen unterschreiben, die sie sehr stark in ihrer Pressefreiheit einschränkt. Unter anderem dürfen Einheimische nicht in ihren Privatunterkünften gefilmt werden und auch in den Unterkünften der Gastarbeiter:innen darf nicht gefilmt oder fotografiert werden. In früheren Jahren wurden auch schon ausländische Journalist:innen in Katar verhaftet, die über Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter:innen berichten wollten.

Ebenso ist Katar ganz groß dabei, wenn es um Greenwashing geht. Brüstet man sich mit Klimaneutralität auf der einen Seite, wird schon überlegt, wie man die ganzen Gäste im Land unterbringen kann, falls die Hotelplätze nicht ausreichen – beispielsweise mit Pendelflügen in benachbarte Staaten. Man brüstet sich mit Bepflanzung und Aufforstung, das benötigte Wasser jedoch kommt aus Meerwasserentsalzungsanlagen, die sehr viel Energie benötigen. In einem Land, dass seine Energie zu fast 100 Prozent aus fossilen Quellen bezieht. Diese schmutzige Energie wird dann auch dafür genutzt, Hotels und Stadien stark herunter zu kühlen.

Im Moment fällt das Licht stark auf Katar und vermeintlich verbessern sich die menschenrechtlichen Zustände dort – zumindest auf dem Papier. Das Land kann so auch diese Aufmerksamkeit nutzen, um sich in einem scheinbar besseren Licht darzustellen, zumindest für den Augenblick. Denn nach der WM schaut niemand mehr auf das Land und so kann es weiterlaufen, wie bisher.

Und was kann ich da jetzt tun?

Schau dir keine Spiele an! Mit jedem Zuschauenden mehr, wird dieses System gefördert.

Kauf dir keine Fanartikel! Dadurch fließt nur noch mehr Geld in die FIFA-Maschinerie.

Flieg auf gar keinen Fall nach Katar! Du solltest nicht in ein gefährliches, unsicheres Land reisen, nur um ein Fußballspiel zu sehen.

Mach andere darauf aufmerksam! Auch wenn es manchmal ungemütlich ist, ist es wichtig, andere Personen auf die Missstände aufmerksam zu machen und zum Nachdenken anzuregen.

 

Wenn du dich noch genauer informieren möchtest, haben wir dir hier ein paar Internetquellen zusammengefasst:

https://www.spiegel.de/sport/sonst/korruption-fifa-funktionaer-richard-lai-bekam-geld-von-olympia-konten-a-1158790.html

https://www.kicker.de/chronologie-der-fifa-korruptionsaffaere-635927/artikel

https://www.sportschau.de/fussball/fifa-wm-2022/wm-katar-das-maerchen-von-der-klimaneutralitaet-100.html

https://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-qualifikation-deutsche-fans-sorgen-fuer-eklat-a-1165809.html

https://www.lsvd.de/de/ct/1245-LGBT-Rechte-weltweit

https://www.humanrights.ch/de/ipf/menschenrechte/wirtschaft/dossier-transnationale-unternehmen-und-menschenrechte/internationale-nachrichten/fifa-menschenrechte

https://www.watson.ch/sport/international/738751273-wm-in-katar-heftige-kritik-an-einschraenkung-der-pressefreiheit

https://www.hrw.org/de/news/2021/03/29/katar-maennliche-vormundschaft-schraenkt-frauenrechte-stark-ein

https://www.hrw.org/report/2021/03/29/everything-i-have-do-tied-man/women-and-qatars-male-guardianship-rules

 

 

 

 

 

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Sitzungstermine: Jeden ersten Donnerstag im Monat, 19:30 Uhr im Club Alpha (Spitalmühlenstraße 13/2).

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Sitzungstermin: 1x monatlich immer Montags um 20 Uhr im Kino im Schafstall.

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Arbeitskreis Technik
Sitzungstermine: Momentan nicht in Planung.

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